Projekte an KiTa und Schule
Präventive Projekte für Kinder
Prävention setzt bei der Stärkung der Lebenskompetenz an. Um Kinder zu befähigen, gefährdende Einflüsse zu erkennen, möchten wir sie innerhalb unserer Projekte darin stärken, auf ihren eigenen Körper und dessen Gefühle/ Intuitionen zu hören und sich selber als schützenswert zu erfahren.
Um Kinder stark zu machen, haben wir vom Deutschen Kinderschutzbund KV Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge e.V. folgende Projekte altersgerecht und spielerisch entwickelt.
Kennen Sie solche Situationen auch? Kinder geraten immer wieder aneinander, es kommt zu Streit, Ärger und Wut – und nicht selten wissen sie sich nicht anders zu helfen als mit Schubsen oder Gewalt.
SAG WAS! setzt genau hier an. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit den Kindern eine angemessene und gewaltfreie Streitkultur zu entwickeln. Die Kinder lernen, Konflikte wahrzunehmen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken, anderen zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Eine Bilderfolge begleitet die Kinder dabei und bietet ihnen eine einfache Orientierung für den Umgang mit Streit. So wird das Erlernte sichtbar und kann auch im Alltag immer wieder aufgegriffen und angewendet werden.
Umsetzung:
Alltägliche Situationen rund um Ärger, Wut, Streit und Gewalt werden in kurzen Rollenspielen dargestellt. Anschließend wechseln die Kinder die Perspektive: Sie werden selbst zu Beraterinnen und Beratern und damit zu den „Profis“ für die jeweilige Alltagssituation.
Gemeinsam überlegen wir: Was ist passiert? Wie fühlen sich die Beteiligten? Was könnte helfen? Die entwickelten Lösungsideen werden anschließend in weiteren Rollenspielen ausprobiert.
So erleben die Kinder ganz praktisch, dass es unterschiedliche Wege gibt, mit Konflikten umzugehen – und dass es sich lohnt, SAG WAS!
Konflikte gehören zum Schulalltag – und das ist ganz normal. Entscheidend ist, wie wir miteinander umgehen und Wege finden, Streit respektvoll und fair zu lösen.
In Anlehnung an das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg entwickeln wir gemeinsam mit den Kindern spielerisch eine wertschätzende und gewaltfreie Gesprächskultur. Die „Giraffensprache“ steht dabei für Empathie, gegenseitiges Verständnis und einen respektvollen Umgang miteinander.
Ziel des Projekts ist es, Grundschulkinder in ihrer positiven Kommunikation zu stärken und so zu einem guten Klassenklima und zum persönlichen Wohlbefinden jedes einzelnen Kindes beizutragen. Die Kinder lernen spielerisch, Konflikten vorzubeugen, ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken und die Sichtweisen anderer besser zu verstehen.
Umsetzung
Zu Beginn beschäftigen sich die Kinder mit ihren unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnissen. Sie erfahren, dass Verschiedenheit ganz selbstverständlich ist und lernen, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern offen und empathisch zu begegnen.
Ausgehend von eigenen Alltagssituationen und typischen Streitthemen lernen die Kinder anschließend die „Giraffensprache“ kennen – eine einfühlsame und wertschätzende Art, miteinander zu sprechen. In kleinen Übungen und Rollenspielen probieren sie neue Wege der Kommunikation aus und erfahren, wie Konflikte durch Zuhören, Verständnis und einen respektvollen Austausch konstruktiv gelöst werden können.
Kinder sollen lernen, ihrem eigenen Gefühl zu vertrauen und wahrzunehmen, wenn sich eine Situation für sie unangenehm oder falsch anfühlt. Sie dürfen Nein sagen, Grenzen setzen und sich Hilfe holen – auch dann, wenn es um körperliche oder sexuelle Grenzverletzungen geht.
Ziel
Ziel des Projektes ist es, Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Selbstbestimmung zu stärken. Sie erfahren, dass sie ein Recht auf körperliche Unversehrtheit haben, über ihren eigenen Körper bestimmen und persönliche Grenzen setzen dürfen.
Gleichzeitig lernen die Kinder, die Grenzen anderer Menschen wahrzunehmen und zu respektieren. Sie entwickeln ein Bewusstsein dafür, dass ein klares „Nein“ immer ernst genommen werden muss und dass es richtig und wichtig ist, sich Unterstützung zu holen, wenn eigene Grenzen verletzt werden.
Umsetzung
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Körperwahrnehmung, den eigenen Gefühlen und persönlichen Grenzen. Die Kinder lernen, unterschiedliche Empfindungen wahrzunehmen, ihnen zu vertrauen und diese auszudrücken.
Durch altersgerechte Übungen und spielerische Methoden erfahren sie ihren eigenen Körper als schützenswert und wertvoll. Sie üben, angenehme und unangenehme Situationen zu unterscheiden, eigene Grenzen klar zu kommunizieren und die Grenzen anderer zu achten.
So werden Kinder darin bestärkt, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, Grenzen zu setzen und sich Unterstützung zu holen, wenn sie sich unwohl, bedrängt oder bedroht fühlen.
Gefühle gehören zu unserem Alltag – doch gerade Kindern fällt es manchmal schwer, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und auszudrücken. Oft fehlt ihnen die passende Sprache, um zu beschreiben, was in ihnen vorgeht. Auch die Gefühle anderer Menschen zu erkennen und richtig einzuordnen, kann herausfordernd sein.
Wenn Gefühle nicht verstanden oder ausgedrückt werden können, kann dies die Kommunikation erschweren und zu Missverständnissen und Konflikten führen.
Ziel
Ziel des Projektes ist es, die Selbstwahrnehmung und emotionale Kompetenz der Kinder zu stärken. Sie lernen, ihre eigenen Gefühle besser wahrzunehmen, zu verstehen und auszudrücken.
Dabei erfahren die Kinder: Alle Gefühle dürfen da sein. Freude, Wut, Traurigkeit, Angst, Enttäuschung oder Aufregung – jedes Gefühl hat seine Berechtigung und kann uns etwas über unsere Bedürfnisse und Erlebnisse erzählen.
Gleichzeitig entwickeln die Kinder ein besseres Verständnis für die Gefühle anderer und lernen, ihnen aufmerksam und empathisch zu begegnen.
Umsetzung
Im Mittelpunkt steht die spielerische und kreative Auseinandersetzung mit der Welt der Gefühle. Gemeinsam entdecken wir verschiedene Gefühle und beschäftigen uns damit, wie sie sich anfühlen und woran wir sie erkennen können.
Die Kinder lernen, eigene Empfindungen wahrzunehmen, einzuordnen und mit passenden Worten auszudrücken. Ebenso üben sie, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen und deren unterschiedliche Ausdrucksformen zu verstehen.
So entsteht Schritt für Schritt mehr Gefühlssicherheit – eine wichtige Grundlage für gelingende Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und ein gutes Miteinander.
Medien gehören ganz selbstverständlich zum Alltag von Kindern. Umso wichtiger ist es, frühzeitig einen bewussten und ausgewogenen Umgang mit Medien zu entwickeln.
Auf Grundlage des „Schlaumacherbuches“ von Brüning nähern wir uns dem Thema spielerisch und altersgerecht. Dabei gehen wir zunächst der Frage nach: Was braucht unser Gehirn, damit es wachsen und sich gut entwickeln kann? Was macht uns schlau und fit – und was tut unserem Gehirn weniger gut?
Gemeinsam nehmen wir die Lieblingsbeschäftigungen der Kinder unter die Lupe. Ob Spielen, Bewegung, Lesen, Fernsehen, Tablet oder Smartphone – wir schauen spielerisch, was unseren Körper und unser Gehirn stärkt und welchen Einfluss unterschiedliche Aktivitäten auf unser Wohlbefinden haben.
Ziel
Ziel des Projektes ist es, Kindern ein erstes Verständnis dafür zu vermitteln, wie ihr Gehirn lernt und sich entwickelt und welchen Einfluss ihre täglichen Aktivitäten darauf haben.
Die Kinder sollen dabei unterstützt werden, Medien bewusst zu nutzen und ein gutes Gleichgewicht zwischen Medienzeit, Bewegung, Spiel, Schlaf, Lernen und gemeinsamen Erlebnissen zu finden.
Umsetzung
Ausgehend von den Erfahrungen und Interessen der Kinder beschäftigen wir uns mit ihrem eigenen Medien- und Freizeitverhalten. Gemeinsam untersuchen und bewerten wir verschiedene Aktivitäten nach ihrem „Schlaumacher-Gehalt“.
Durch spielerische Übungen und gemeinsame Gespräche entwickeln die Kinder Ideen für einen guten und bewussten Umgang mit Medienzeit. Dabei steht nicht das Verbieten im Mittelpunkt, sondern die Frage: Was tut mir gut und was braucht mein Gehirn, damit ich schlau und fit bleibe?
Kinder, die frühzeitig lernen, ihre eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen und persönliche Ressourcen zu nutzen, entwickeln Selbstvertrauen und erleben, dass sie Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen können. Diese Erfahrungen stärken sie dabei, sich wohlzufühlen und selbstbewusst mit schwierigen Situationen umzugehen – und können damit einen wichtigen Beitrag zur Suchtprävention leisten.
Ziel
Ziel des Projektes ist es, die eigenen Sinne bewusst wahrzunehmen, praktisch zu erleben und mit Freude zu entdecken. Die Kinder erfahren ihren Körper als wertvoll und lernen verschiedene Möglichkeiten kennen, sich selbst etwas Gutes zu tun und Wohlbefinden zu erleben – ganz ohne Suchtmittel.
Dabei werden Selbstvertrauen, Körperwahrnehmung und die Fähigkeit gestärkt, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken.
Umsetzung
Im „Haus der Sinne“ entdecken und erforschen die Kinder ihre Sinne an verschiedenen Erlebnis- und Experimentierstationen. Sie erfahren spielerisch, wie vielfältig Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen sein können.
Kooperative und kommunikative Spiele fördern zusätzlich die Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die Kinder lernen, ihren eigenen Körper aufmerksam wahrzunehmen, persönliche Grenzen zu erkennen und die Wahrnehmung anderer zu respektieren.
Das Projekt wird aufgrund des besonderen Aufbaus und des zeitlichen Umfangs als Projekttag durchgeführt. Die Kinder werden in Kleingruppen eingeteilt und von einer Bezugsperson durch das „Haus der Sinne“ begleitet. An insgesamt fünf Stationen können sie unterschiedliche Sinneserfahrungen sammeln und neue Erfahrungen machen. Jede Station ist für etwa 30 Minuten ausgelegt.
So wird der Projekttag zu einer abwechslungsreichen Reise durch die eigenen Sinne – mit viel Raum zum Entdecken, Ausprobieren und Wohlfühlen.
INFO
- für Kinder bis 10 Jahre
- Gruppengröße: 8-10 Kinder
- thematischer Elternabend im Anschluss möglich
60 min
in Ihrer Einrichtung
kostenfrei im Landkreis
Anmeldung erforderlich
Gewalt- und Mobbingprävention sowie Kinderrechte
Sie suchen ein Projekt für Kinder zur Teambildung und um mehr WIR-Gefühl in der Gruppe zu entwickeln?
Sie möchten Ihre Klasse unterstützen eine noch bessere Klassengemeinschaft zu werden und suchen geeignete Methoden zur Mobbing- und Gewaltprävention für diese Kinder? Mit unseren Projekten zur Gewalt- und Mobbingprävention leisten wir Hilfestellung auf ein gewaltfreies Miteinander hinzuarbeiten und einen prosozialen Werte- und Normenrahmen zu etablieren.
Sie möchten den Kindern Ihrer Gruppe/Klasse Kinderrechte näherbringen und haben Interesse an praktischen und abwechslungsreichen Methoden zur altersgerechten Sensibilisierung?
Dann nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf und wir planen für Sie ein Projekt individuell angepasst an die Bedarfe Ihrer Gruppe/Klasse!
Teilen Sie uns gern Ihre Wünsche und Bedarfe mit und wir stimmen gemeinsam ab, welche Inhalte passend sein können.
- „Ich + Du=KLASSE“: ein Projekt zur Teambildung, Stärkung des WIR-Gefühls und Erarbeitung eines gemeinsamen Werte- und Normenrahmens (vor allem auch geeignet bei Klassenzusammenführungen oder Bildungsübergängen)
- "Wir gehen´s an – Klassenklima und Konflikte“: ein Projekt zur Mobbing- und Gewaltprävention, Auseinandersetzung mit Konfliktthemen und Training gewaltfreier Konfliktlösung
- „Klassenfrieden-Check“: Ermittlung von Gewalt- und Mobbingstrukturen mittels Befragungsmethoden mit dem Ziel der Empfehlung geeigneter Interventions- und Präventionsmöglichkeiten
INFO
- Zielgruppe 6-18 Jahre im Kontext Schule oder Hort
- Gruppengröße: maximal Klassengröße
90 min bis ganztägiger Projekttag (max. 6 UE)
in Ihrer Einrichtung (auf Wunsch auch im Familienzentrum)
kostenfrei im Landkreis
Anmeldung erforderlich
- „Stark für Kinderrechte!“ : ein interaktives Projekt zur Menschenrechtsbildung
INFO
- Zielgruppe 3-18 Jahre im Kontext Kita, Schule oder Hort
- Gruppengröße: maximal Klassengröße
90 min bis ganztägiger Projekttag
in Ihrer Einrichtung (auf Wunsch auch im Familienzentrum)
kostenfrei im Landkreis
Anmeldung erforderlich